Eine kleine Weg Karte für heilige Erfahrungen und 5-Dimensionale Zeitreise

„Es mag absurd klingen zu glauben, dass eine „Primitive Kultur“ in den Himalayas unserer westlichen industrialisierten Welt irgendetwas beibringen könnte. Aber unsere Suche nach einer Zukunft, die funktioniert, bringt uns immer wieder zurück zu einer uralten Verbindung zwischen Mensch und Erde, eine Verbindung, die alte Kulturen oft niemals verloren haben…”
– Helena Norberg-Hodge

Nepal – ein vielfältiges Land am Fusse des Himalaya Gebirges bleibt eines der wenig entdeckten und unberührten Wunder dieser Welt. Nepal ist ein Ort, an dem Religion, Spiritualität, Politik und alte Traditionen sich verbinden mit der Moderne und „Entwicklungsversuchen“ – in einem nicht endenden Hin und Her, zwischen Gezeiten von Alt und Neu, zwischen Menschen, die nach wie vor ihr Leben leben im Einklang mit dem Mond Zyklus.

Nepals Hauptstadt Kathmandu wird dich verzaubern und dir langsam Tag für Tag immer wieder neue Ebene darbieten. Zeit fliesst, löst sich auf, jede Sekunde trägt eine ewig währende Geschichte, Lehre oder Segen. Das Funkeln in den Augen eines alten Greises, das abendliche Flackern der züngelnden Flamme einer Butterlampe, ausgelatschte Sandalen, die den heiligen Fussabdrücken entlang der Tempel Mauern folgen. Das Kathmandu Tal ist einer der wenige Orte auf dieser Welt, der dein Herz zerspringen lassen kann, es mit Licht füllt und es weit offen stehen lässt – wenn du es nur zulässt. Dies ist eine Stadt, der du dich einfach ergeben musst, ein Ort gefüllt mit Mythos und Ritualen, eine psychodelische Erfahrung für sich. Hinter jeder Ecke verbirgt sich eine weitere Geschichte, jede flackernde Ladenreklame lockt mit einem neuen Abenteuer. Eine Stadt voller Kontraste und tantrischer Energie, die alle deine Sinne fordert, deine Tugenden und Laster spiegelt, wo jeder Tag eine Lehre und eine Probe für dich bereit hält, ohne dass du wusstest, dass du sie brauchst.

Stehe mit der Sonne auf und wache mit der Stadt auf. Der Morgen fühlt sich frisch und unschuldig an, bevor die Luftverschmutzung und der Smog sich über die Strassen legt. Lehne dich zurück in einem der unzähligen Tee-Shops und geniesse eine Tasse süssen, warmen  Chia Masala und ein Stück Sel Roti. Schnapp dir ein Buch und lerne über die Mythen, die dieses Tal umgeben und dessen Gottheiten – und dann tauche ein in die Hektik der `Durbar Squares´, den inneren Stadt Bereich des alten Königreiches Kathmandu, Patan und Bhaktapur, der nach dem schweren Erdbeben immer noch restauriert wird. Das National Museum in Patan ist absolut sehenswert um mehr über die Hindu Gottheiten und die Stupa Architektur zu lernen.

Dann klettere die Treppen hoch zum Swayambunath Temple, fliesse dahin zwischen den hinduistischen und buddhistischen Symbolen, duftenden Gewürzmischungen und ortsansässigen Affen. Die Legenden erzählen von einer wundersamen Lotus Pflanze, gepflanzt von einem alten Buddha, die in einem See blühte, der einst das ganze Tal bedeckte und später wuchs und wuchs um schliesslich die Gebirge zu formen. Ein weiterer Ort, der niemals verpasst seine ganzen Ebenen zu offenbaren ist der Boudhanath Tempel – einer der meist verehrten buddhistischen Pilgerstätten dieser Welt. Es lohnt sich weit tief ins Innere zu gehen um die Stupa Architektur und Kala-Cakra Mandalas zu bewundern. Beobachte das Rattern der Gebets Räder, während die Mönche feierlich die Kora laufen, höre das `om mani padme hums´ was aus den alten krächzenden Lautsprechern ertönt, während in der Ferne die Glocken von entfernten Klöstern ertönen und das Grunzen der Long-Horns (dung chen). Und dann alle Aufmerksam ausschliesslich auf deinen eigenen Geist. Dein Geist bleibt still, kommt zur Ruhe. Dies sind die Momente in denen wir zur Ruhe kommen, Momente der Zuflucht. Es ist dieses Gefühl der puren simplen Existenz, das Kathmandu dir bietet, solange du Platz lässt für absolute Aufmerksamkeit.

Abends begibst du dich auf dem Weg zu den Flussbänken am Pashupatinath Tempel, grade rechtzeitig zur Shiva Zeremonie, die hier täglich seit des sechsten Jahrhundert stattfindet. Beobachte die Reflektionen der Feuerbestattungen im spiegelglatten Wasser. An geschäftigen Tagen verdichten sich hunderte Seelen zu dichtem Rauch und ihre Asche vermischt sich mit der Luft, die wir atmen und regnet leise ab über dem Fluss Netz, dass irgendwann zum Ganges wird. Nackte Sadhus (heilige Männer)mit unglaublichen Dreads und knöcherigen Körpern bedecken sich mit der grauen Asche. Sie scheinen in einer ganz anderen Dimension zu existieren als wir, frei von weltlichen Bedürfnissen und Verlangen.

Wenn du etwas länger bleibst, miete dir einen Scooter und stürze dich in den Verkehr (hab keine Angst, es ist organisiertes Chaos) und erkunde die 45 Minuten entfernte Peripherie des Tals – den Hattiban Wald, den Champa Devi Trek, Shivapuri National Park, Pharping (mit dem berühmten Handabdruck von Guru Rinpoche), das buddhistische Kopan Kloster oder den botanischen Garten  von Godvari. Die Strassen sind holprig, aber die Luft fühlt sich frisch und sauber an und du fährst durch Dörfer voller neugieriger Augen, schüchterner Lächeln und lauter `Namastes´. Ein weiterer ganz besonderer Ort, den du besuchen solltest, ist Namo Buddha und das Thrangu Tashi Yangtse Kloster, wo Buddha einst, in einem vergangenen Leben, als Prinz Mahasatwo sein Leben einem weiblichen Tiger und seinen Babies gegeben hat und wahres Mitgefühl erlernt hat.

Wenn du dich angezogen fühlst vom schneebedeckten Himalaya Gebirge, werden dich die Gegenden Pokhara, Langtang, Annapurna, Everest oder Mustang mit ihrem kühlen Atem begrüssen. Die beste Reisezeit ist September bis November und März bis Mai, die Monate, in denen die Strassen nicht auseinderbrechen vom gewaltigen Monsoon Regen. Dies ist ein Land mit sehr ausgeprägten Jahreszeiten, die Sommer sind brütend heiss, während die Winter eiskalten Wind von den Bergen her bringt.

Kathmandu ist Chaos – die Art und Weise wie der Verkehr sich um Horden wilder Strassenhunde schlängelt, Pflanzen, ja ein halber Dschungel, der sich durch die Risse verlassener Gebäude presst, Chaos spielt mit klarer Ordnung und Routine in einer Stadt, die pulsiert voller Lebensfreude. Wenn du alle Orte, die wir weiter oben beschrieben haben besucht hast, hast du schon nicht einmal an der Oberfläche gekratzt. Diese Land hat uns so viel zu bieten und kann uns vieles beibringen –  für persönliche Transformation und wie man nach den Wegen des Dharma leben kann. Als ein Teil einer weiten Gemeinschaft von bewussten, aufmerksamen Reisenden, lernen wir die Welt als Liebhaber, die Welt als Ganzes zu sehen. Für die neue Generation an Nomaden kann sich hier jeder Tag wie ein Nach-Hause-Kommen anfühlen. Jeder kleine Schritt wird zu einer neuen vorsichtigen Neu-Ausrichtung und einer Suche nach Integration in diese alte Sprache und der Kultur. Ein sich immer weiter entfaltender Balance Akt  zwischen neu zu entdeckenden Zielen – dieses Mal in Kathmandu.

Was gibt’s zu tun?

Tempel entdecken: Boudhanath, Swayambunath und Pashupatinath

10-Tage Vipassana retreat Dharma Shringa

Permaculture Kurs bei Haseera

Farm Tour mit SherpaShah

Verlier‘ dich in den Seitengassen von Patan

Hebe deine Essensreste auf für die Strassen Hunde, und besuche Sneha’s Care oder das Katzen Centre um sie ein bisschen zu unterstützen.

Entdecke die Slums rund um den Bagmati Fluss von Kopundole in Richtung Nordost.

Trommel Sessions im Centre for the Study of Shamanism

Sound Healing Kurse mit Tibetanischen Klangschüsseln

Japanische Massage bei Sotai

Yoga im Pranamaya Studio

Tattoo bekommen im Mohan’s Inn Ink

Full Moon Party in den Bergen – die Party findet dich 😉

Wo unterkommen?

Thamel – Secret Garden Guesthouse

Patan – SherpaShah Guesthouse

Boudhanath – Schetzchen Kloster

Besuche Altruistic Traveler für eine gute Auflistung an ethischen Restaurants and verantwortlichen Touristen Tipps

Wo Essen und Trinken? 

Momos

Nepali Thakali

Dal Bhat

Tibetan Thukpa

Hochland Himalaya Kaffee

Seabuckthorn – Saft der Berge

Moringa Puder

Samosas and puri baji (Indische Herkunft)

Was einkaufen?

Ayurvedische Rezepte – ashwaganda and shilajit

Hanf Produkte

Kashmere Tücher

Hand-gemachte Malas

Boudhanath Düfte

Silber Schmuck

Original ‘thangka’ Bilder

Worüber lesen?

Shambala Warrior – Chogyam Trungpa

Tantra: The Yoga of Awakening – Ramesh Bjonnes

The Snow Leopard – Peter Mathiessen

Hippie Dharma – F.D. Colaabavala

Skydancer: The Story of Yeshe Tsogyel – Keith Dowman

If Women Rose Rooted – Sharon Blackie

Mahayana Buddhism

Yamas and Niyamas

Festivals

Maha Shivaratri

Buddha Jayanti

Dashain

Tihar

Fagun Purnima /Holi

Gai Jatra

Caroline Hargreaves ist Journalist, Schreiber und Forscher, die Lebensarten, Lebensformen und Umweltwirtschaft erforscht. Sie ist Co-Autor des Buches `Growing A New Economy – Beyond Crisis Capitalism and Environmental Destruction´ und arbeitet momentan als Diplomatin in Kathmandu. Caroline organisiert das visuelle Journal `Norwegian Sage´- sie leitet eine Gemeinschaft an Gleichgesinnten, deren Ziel es ist näher mit der Natur verbunden zu sein und gemeinsam an wichtigen Problemen zu arbeiten, die uns heutzutage beschäftigen. Um weitere Artikel von ihr zu lesen: www.norwegiansage.com/journal

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